Freizeit & Erholung

Hermansdenkmal in Detmold (51,7 km)

Das Hermannsdenkmal bei Detmold erinnert an die sagenumwobene „Varusschlacht“ im Jahre 9 n. Chr. und ihren Helden, den Cheruskerfürsten Arminius.


1875 im Beisein Kaiser Wilhelm I. und zahlreicher deutscher Fürsten eingeweiht, ist die Entstehungsgeschichte des Denkmals nur vor dem Hintergrund des erstarkenden Nationalbewusstseins im 19. Jahrhundert zu verstehen.


Der Bildhauer und Architekt Ernst von Bandel (1800-1876) plante den Bau des Denkmals – unter dem Eindruck der Befreiungskriege gegen Napoleon (1813-1815) stehend – bereits als junger Mann. 


So wie Arminius die germanischen Stämme im Kampf gegen die Römer vereinigt hatte, sollten sich auch die Fürsten und Regenten der deutschen Kleinstaaten zu einem geeinten Reich verbinden. Die „Schlacht am Teutoburger Wald“ wurde als Manifestation vaterländischen Freiheitswillens und Arminius als Vorkämpfer des Nationalstaates gesehen. Das Hermannsdenkmal ist deshalb im Hinblick auf das Geschichtsbewusstsein im 19. Jahrhundert mindestens so interessant wie als Zeugnis römisch-germanischer Geschichte.


Von der Galerie des ca. 55 m hohen Denkmals aus hat man einen wunderschönen Ausblick über das Lipper Hügelland.


www.hermansdenkmal.de

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