Historie
Die Hirtenkapelle und das Dörrhaus
Historie
Etwas versteckt hinter dem Dorfteich lädt inzwischen als weiteres Kleinod die ökumenische Kapelle zum Verweilen ein. Auch sie hat eine eigene Geschichte. Auf einer Urlaubsreise im Osnabrücker Land entdeckten Heinz-Josef Antpöhler und Tochter Wiltrud auf dem Mühlengelände einen halbverfallenen Mühlstall. Nach dessen Erwerb und nächtlichem Abbau sollte er später in Sudhagen der Tochter als Pferdestall dienen.
Doch bei einem Gottesdienst in der Pfarrkirche zu Tegernsee kam Antpöhler angesichts der Krippe und des erbärmlich wirkenden Stalls auf die Idee, die eingelagerte Scheune als Kapelle herzurichten.
Und so wurde sie in ihrer alten Form mit Pferdeboxen und Kutscherschlafstelle 1996 als ökumenische Kapelle von Geistlichen der drei in Delbrück heimischen christlichen Konfessionen eingeweiht.
Als vorläufig letzter Baustein ergänzt ein Dörrhaus Baujahr 1821 aus Etteln das bäuerliche Ensemble des Gastlichen Dorfes. Antpöhler entdeckte es 2001 und ließ es 2002 mit rekonstruierten Trockenöfen für heimisches Obst in Sudhagen errichten. Ergänzt wird das Museum zum Anfassen und Erleben von einer funktionsfähigen mit Brennrechten ausgestatteten Obstbrennerei, einer Kaffeerösterei, einer alten funktionsfähigen Küche, einem restaurierten Webstuhl sowie einem Bauern- und Apothekergarten. Damit ist das Potential des Antpöhlerschen Engagements fär altes Fachwerk noch nicht erschöpft. Die 1993/94 vor dem Verfall geretteten Objekte, ein Dielenhaus (1897) vom Kötterhof Kersting in Sudhagen, ein Hallenhaus (1722) vom Hof Bökmann in Westenholz sowie eine Scheune (1910) vom Hof Tepper in Sudhagen, könnten bei Bedarf das bäuerliche Ensemble im Gastlichen Dorf ergänzen.